Wie im Zeitraffer sehen wir die Wolken über den Himmel ziehen. Es wird Tag, die Sonne prächtig am blauen Himmel. Die Zeit vergeht. Ein Häschen, das aus dem Wald hoppelt. Es knabbert einen Halm der prächtig grünen Wiese an, hebt kurz seine Nüstern in den Wind und schnuppert. Wild fegen ihre Schnurrhaare durch die Umgebung, die Nasenflügel geweitet und zusammengezogen. Fast befriedigt, macht sich das kleine Kaninchen auf den Weg über die Wiese. Vergnügt spannt es die Hinterläufe wie eine Feder, schnellt in die Höhe und vollführt einen Seitwärtssprung. Es ist alleine und niemand beobachtet es. Es geht weiter über diese breite Fläche in Mitten des Waldes. Einer Oase gleich, doch nicht von Palmen umrandet. Dunkelheit, Dickicht und hohe Bäume zäunen ein. Das Häschen verschwindet darin und nichts mehr erinnert an sein Erscheinen. Die plattgedrückten Grashalme erheben sich wieder. Nur der Himmel war Zeuge und er wird schweigen. Der brennende Planet am Himmel. Glühende Lava, Explosionen der Hitze, zur Kugel geformt, in weiter Ferne und doch so nah, folgt seinem vorgeschriebenen Pfad. Er verschwindet aus unserem Blickfeld, die Nacht bricht herein. Ihr eigener Planet der Reflektion, kalt und grau, fast silbrig, steht nun am dunklen Himmel. [Mehr davon]
Leicht säuselnd rauscht der Wind durch die Baumwipfel. Sie heben und senken sich unter dieser sanften Berührung. Ein Blatt, schon nicht mehr ganz grün, eher ins Bräunliche verfärbt, löst sich vom Stamm.
Es folgt der wehenden Kraft der Natur, wird hinaufgehoben in den blauen Himmel, erwärmt von der Mittagssonne, die in voller Pracht am Zenit steht. Ein kurzer Wirbel, es tänzelt noch höher und wird dann mit aller Macht hinunter gedrückt. Es fegt nur einen Hauch entfernt vom Boden über die prallen Grashalme, vorbei an Blumen, die diese durchbrechen und sich gen Himmel recken. Es geht weiter, vorbei an aufgerissener Erde, bis es an einen Stein gepresst wird, zu dessen Boden es sich hin und her schwankend absenkt. Große Steine, die wie deplatziert inmitten der Natur, einen Kreis zeichnen. Die aufgerissene Grasnarbe, die frische Erde, zeigen, dass sie erst seit kurzem dort sind. Ein paar Stunden möglicherweise erst. [Mehr davon]
Er hatte sich durch die Nacht geschlagen. Nacht für Nacht ein neues Lager bezogen und Tag für Tag die Tiere des Waldes gejagt und sich am Feuer gestärkt. Es lief nicht gut, nicht schlecht und absolut nicht recht. Keine Spur, die er verfolgen konnte. Kein Ziel, dass er endlich angreifen sollte.
Mit jeder Nacht, jedem Aufzug der silbernen Scheibe am Himmel, wurde er unruhiger.
Innerlich brannte es, verzehrte es ihn nach einer Leidenschaft und erwachte eine Gier, ein Hunger, die ihm bis jetzt noch nie begegnet war. Es konnte nicht mehr lange dauern. Ein, zwei, vielleicht drei Nächte, dann wäre der Mond im Vollbesitz seiner Kräfte. Der Vollmond, vorher so wichtig wie das Gewitter in der Nacht, würde nun eine Antwort aus seinem Innern hervorrufen. Dabei störte ihn dieser Umstand gar nicht. Es könnte ihm die Macht geben, Elise aufzuspüren, sie der verdienten Rache zu zuführen und nebenbei würde er es noch mit dieser Hexe aufnehmen können. [Mehr davon]
Wer sich mit dem Thema Vampir beschäftigt, der kommt um diesen Namen einfach nicht herum. Es ist die Legende die trotz der unzähligen Jahrhunderte getragen, so niemals ganz gelüftet wurde. Der erste Vampir und damit auch der Mächtigste aller Zeiten. Eine Legende, die auch in meiner Saga weit mehr als nur gestrichen wird. Ich musste und konnte nicht anders, als diese Größe in unserer modernen Zeit wieder zu beleben. Aber genug davon, widmen wir uns der Legende, wie wir sie bereits kennen. Für alles weitere steht es Ihnen frei, jederzeit in meine Saga einzutauchen und Kain lebendig und im Besitz seiner vollen Mächte zu erleben. [Mehr davon]
Lilith, ein Name, der ebenso nur einer Legende entstammt. Einer Legende, die zwar Vielen wenigstens im Vorbeilauf bekannt ist. Aber die Wenigsten wissen wirklich etwas über sie. Wie sollte es auch anders sein? Jede Legende zieht ihre Spuren, ihre Vernetzungen und Verknüpfungen, die niemals ganz zu entwirren sind. Was bleibt, ist ein Dickicht aus Mythos und Erzählungen, die man selber entknoten muss.
Es sind die letzten Zeilen auf diesem Papier, bevor ich mich zur Ruhe lege. Für Dich, fängt es gerade erst an. Eine kurze Reise, ein Einblick in meine junge Vergangenheit in Deiner Welt.
Aber mich als jung zu bezeichnen, verbirgt eine gewisse Ironie.
Ich bin es, vom Aussehen, vom Auftreten und ich werde es immer sein. Aber gesehen und erlebt habe ich so viel, dass selbst der Begriff alt, eine Untertreibung wäre.
Ich würde es gerne tun. [Mehr davon]





















































